Trauerarbeit-Hindernisse

27. Oktober 2010 – Todesfall / Trauer

Trauerbewältigung wird behindert

Es ist egal, ob es die eigenen Glaubenssätze sind oder die von Menschen, welche es mit dem Trauernden gut meinen. Die Versuchung tröstende Worte zu finden ist sehr groß, denn es ist schwierig einen Menschen, den man liebt oder gerne hat, leiden zu sehen. Etwas tun, damit der Hinterbliebene aufhört zu weinen, …. Leider sind wir eher geübt im Handeln als in der Akzeptanz des Unvermeidlichen.

Auch beschäftigen sich die meisten Menschen zu wenig mit der Vergänglichkeit und erliegen oft einer Gesellschaft, in der alles und jeder perfekt funktionieren muss und wenig Platz für negative Erfahrungen eingeräumt wird. Die nachfolgenden Sätze sind für eine erfolgreiche Trauerbewältigung kontraproduktiv.

Trauerarbeit kann durch folgende Sätze behindert werden:

  • „Man muss Haltung bewahren“
  • „Wenn ein Angehöriger stirbt darf seine Gefühle nicht zeigen“
  • „Es gibt einen genauen Zeitpunkt an dem die Trauer abgeschlossen sein soll“
  • „Mein Schicksal ist das schlimmste“
  • „Den Tod eines geliebten Menschen kann man nicht überwinden“
  • „Die Zeit heilt alle Wunden“
  • „Nur wer trauert hat den Verstorbenen wahrhaftig geliebt“
  • „Der Tod ist Gottes Wille und deshalb darf man nicht klagen, mit dem Schicksal hadern, …“
  • „Wenn ich mich ablenke wird die Trauer schneller verschwinden“
  • „Kinder sollen mit dem Tod nicht konfrontiert werden“
  • „Niemand kann mir helfen“
  • „Die Gott besonders liebt, holt er zu sich!“
  • „Spricht ein Trauernder nicht über seine Gefühle, dann geht es im eh gut”

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Kategorien: Todesfall / Trauer

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