Trauer / Trauerarbeit

29. Juli 2010 – Todesfall / Trauer

Der Verlust eines Menschen wird als psychisch belastend empfundenen. Mit der Zeit der Trauer lernt der Mensch, den Verlust / Abschied eines geliebten Menschen zu akzeptieren. Dabei folgt er in der Regel folgendem Stufenmodell:

  • Schock bzw. Phase der Betroffenheit. Die Betroffenheit kann sehr intensiv und sehr unterschiedlich empfunden werden. In den ersten Stunden, Tagen und Wochen wird der Tod / der Verlust oft verleugnet (“Das kann doch nicht wahr sein…”).
  • In der Folge reagieren Trauernde auf den Verlust manchmal mit Wut, Aggression, Angst und Depression, weil es nicht gelingt, das Verlorene wieder zu finden bzw. zu erleben. In dieser Phase kann der Trauernde über Wochen, Monate, sogar Jahre verweilen. Hilfreich kann in dieser Phase die persönliche Begleitung durch einen erfahrenen Psychotherapeuten sein.
  • In der “Bearbeitungsphase” gelingt es dem Betroffenen, das Erlebte bewusst oder unbewusst zu verarbeiten. Erinnerungen werden zunehmend ertragen und das Bedürfnis nach dem “Wieder-erleben-Wollen” lässt nach. Dieses Stadium ist vielfach von Depressionen begleitet, denn weder in der Gegenwart, noch in der Zukunft kann der Trauernde einen Lebenssinn erkennen. Diese Phase kann mehrere Jahre dauern.
  • In der Phase der “Neuorientierung” gewinnt der Trauernde behutsam mehr Abstand und beginnt neue Beziehungen, Interessen aufzubauen. Das Erlebte hat die Persönlichkeit des Trauernden beeinflusst und auch sein Selbstbild verändert.

Trauer beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität, sie kann auch Kräfte freisetzen.

Trauerarbeit ist wichtig. Es gibt fachkundige Trauerbegleitung für Kinder / Jugendliche und Erwachsene und Selbsthilfegruppen für Erfahrungen mit Trauer / Trauererfahrung.

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Kategorien: Todesfall / Trauer

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