Texte für Parte

5. Februar 2011 – Todesfall / Trauer

Parte – Sprüche

Auf der Parte findet man tröstende Worte zum Verlust eines geliebten Menschen

Ein glückseliges Leben ist der Genuss der Gegenwart; das ewige Leben ist die Hoffnung der Zukunft. (Ambrosius)

Amstrong Louis
What A Wonderful World
I see trees of green, red roses too I see them bloom for me and you and I think to myself, what a wonderful world.
I see skies of blue and clouds of white the bright blessed day, the dark sacred night and I think to myself, what a wonderful world.
The colours of the rainbow, so pretty in the sky are also on the faces of people going by I see friends shaking hands, saying, “how do you do?” they’re really saying, “I love you”.
I hear babies cry, I watch them grow they’ll learn much more, than I’ll ever know and I think to myself, what a wonderful world.
Yes, I think to myself, what a wonderful world. (Amstrong Louis)

Andersen Anette
Abschied
Wenn der Tag gekommen ist
von einem geliebten Menschen
Abschied zu nehmen,
werden Engel an deiner Seite stehen.
Sie wiegen Gottes Hand,
die dich in deinem Schmerz trägt
und hüllen dich ein
in den wärmenden Mantel
der Liebe. (Andersen Anette)

Augustinus Aurelius
Unsere Toten sind nicht abwesend,
sondern nur unsichtbar.
Sie schauen mit ihren Augen voller Licht
in unsere Augen voller Trauer. (Augustinus Aurelius)

Trennung ist unser Los, Wiedersehen ist unsere Hoffnung.
So bitter der Tod ist, die Liebe vermag er nicht zu scheiden.
Aus dem Leben ist er zwar geschieden,
aber nicht aus unserem Leben;
denn wie vermöchten wir ihn tot zu wähnen,
der so lebendig unserem
Herzen innewohnt! (Augustinus Aurelius)

Ihr, die ihr mich so geliebt habt,
seht nicht auf das Leben, das ich beendet habe,
sondern auf das, welches ich beginne. (Augustinus Aurelius)

Auferstehung ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung,
Gedenken unsere Liebe. (Aurelius Augustinus)

de Balzac Honore
Man lebt zweimal:
das erste Mal in der Wirklichkeit,
das zweite Mal in der Erinnerung. (Honore de Balzac)

Bonhoeffer Dietrich
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag. (Bonhoeffer Dietrich)

Es gibt nichts, was die Abwesenheit
eines geliebten Menschen ersetzen kann.
Je schöner und voller die Erinnerung,
desto härter die Trennung,
aber die Dankbarkeit
schenkt in der Trauer eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne
wie ein kostbares Geschenk in sich. (Bonhoeffer Dietrich)

Brecht Bertolt
Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt. (Brecht Bertolt)

Carlyle Thomas
Ein guter, edler Mensch, der mit uns gelebt,
kann uns nicht genommen werden,
er lässt eine leuchtende Spur zurück
gleich jenen erloschenen Sternen,
deren Bild noch nach Jahrhunderten
die Erdbewohner sehen. (Carlyle Thomas)

Claudius Matthias
Gottes Wege sind dunkel,
aber das Dunkel liegt nur in
unseren Augen, nicht
auf seinen Wegen. (Claudius Matthias)

…und am Ende meiner Reise
hält der Ewige die Hände
und er winkt und lächelt leise -
und die Reise ist zu Ende. (Claudius Matthias)

Droste-Hülshoff Annette
Letzte Worte
Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
So weint mir keine Träne nach;
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ew’ger Tag!

Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für eure Wunden,
Für euern Schmerz will ich erflehn.

Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüß’ ich euch! (Droste-Hülshoff Annette)

Dostojewski Fjodor Michailowitsch
Einen Menschen lieben, heißt ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat.  (Dostojewski Fjodor Michailowitsch)

Ebner- Eschenbach Marie
Der Gedanke an die Veränderlichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids
und ein Quell unendlichen Trostes. (Ebner- Eschenbach Marie)

Euripides
Wer weiß denn, ob, was man Sterben nennt,
nicht Leben ist und Leben Sterben?
Denn die Menschen, die das Licht noch schauen, leiden;
aber die Gestorbenen, die leiden nicht mehr,
sie sind frei von aller Pein. (Euripides)

Frankl Viktor E.
Was wir ausstrahlen in die Welt,
die Wellen, die von unserem Sein ausgehen,
das ist es, was von uns bleiben wird,
wenn unser Sein längst dahingegangen ist. (Frankl Viktor E.)

Hl. Franz von Assisi
Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges. (Hl. Franz von Assisi)

Fontane Theodor

Halte dich still, halte dich stumm,
nur nicht forschen, warum? Warum?
Nur nicht bitt’re Fragen tauschen,
Antwort ist doch nur wie Meeresrauschen.
Wie’s dich auch aufzuhorchen treibt,
das Dunkel, das Rätsel, die Frage bleibt. (Fontane Theodor)

Immer enger, leise, ziehen sich die Lebenskreise,
ach windet hin, was prahlt und prunkt,
schwindet Hoffen, Hassen, Lieben,
und ist nichts in Sicht geblieben
als der letzte dunkle Punkt. (Fontane Theodor)

Tröste Dich, die Stunden eilen,
und was all Dich drücken mag,
auch das Schlimmste kann nicht weilen
und es kommt ein anderer Tag.

In dem ewigen Kommen und Schwinden
wie der Schmerz, liegt auch das Glück.
Und auch heitere Bilder finden
ihren Weg zu Dir zurück.

Harre, hoffe. Nicht vergebens
zählest Du der Stunden Schlag.
Wechsel ist das Los des Lebens
und es kommt ein anderer Tag. (Fontane Theodor)

Gaarder Jostein

Ihr glaubt, eine Beerdigung zu besuchen,
aber in Wirklichkeit kommt ihr zu einer Geburt. (Gaarder Jostein)

Gandhi Mahatma
Wer einen Fluss überquert muss die eine Seite verlassen. (Gandhi Mahatma)

Gibran Khalil
Lass mich schlafen,
bedecke nicht meine Brust mit Weinen und Seufzen,
sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen,
sondern schließe deine Augen,
und du wirst mich unter euch sehen,
jetzt und immer. (Gibran Khalil)

Sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen,
sondern schließe deine Augen,
und du wirst mich unter euch sehen, jetzt und immer. (Gibran Khalil)

Wenn Dir jemand erzählt,
dass die Seele mit dem Körper zusammen vergeht
und dass das, was einmal tot ist, niemals wiederkommt,
so sage ihm: Die Blume geht zugrunde,
aber der Same bleibt zurück und liegt vor uns,
geheimnisvoll, wie die Ewigkeit des Lebens. (Gibran Khalil)

von Goethe J. Wolfgang
Eines Morgens wachst Du nicht mehr auf.
Die Vögel singen, wie sie gestern sangen.
Nichts ändert diesen neuen Tageslauf.
Nur Du bist fort gegangen.
Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen Glück. (von Goethe J. Wolfgang)

Mich lässt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe.
Ist es doch so wie mit der Sonne: Wir sehen sie am Horizont untergehen
aber wir wissen, dass sie „drüben” weiter scheint. (von Goethe J. Wolfgang)

Ich höre auf zu leben, aber ich habe gelebt. (von Goethe J. Wolfgang)

Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren. (von Goethe J. Wolfgang)

Gorki Maxim
Alles was schön ist,
bleibt auch schön,
auch wenn es welkt.
Und unsere Liebe bleibt Liebe,
auch wenn wir sterben. (Maxim Gorki)

Guardini Romano
Der Tod ist die uns zugewandte Seite jenes Ganzen,
dessen andere Seite Auferstehung heißt. (Guardini Romano)

Häuptlings Seattle vom Stamme der Duwamish
Unsere Toten leben fort in den süssen Flüssen der Erde,
kehren wieder mit des Frühlings leisem Schritt,
und es ist ihre Seele im Wind, der die Oberfläche der Teiche kräuselt.
(Häuptlings Seattle vom Stamme der Duwamish)

Havel Vaclav
Hoffnung
ist nicht die Überzeugung dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht. (Havel Vaclav)

Hebbel Friedrich
Die Hoffnung ist wie ein Sonnenstrahl, der in ein trauriges Herz dringt. Öffne es weit und lass sie hinein.
(Hebbel Friedrich)

Hemingway Ernest
Nur wenige Menschen sind wirklich lebendig
und die, die es sind sterben nie.
Es zählt nicht, dass sie nicht mehr da sind.
Niemand den man wirklich liebt, ist jemals tot. (Hemingway Ernest)

Hesse Hermann
Einschlafen dürfen, wenn man müde ist,
und eine Last fallen lassen dürfen, die man lange getragen hat,
das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache. (Hesse Hermann)

Entreiss Dich, Seele, nun der Zeit.
Entreiss Dich Deiner Sorgen.
Und mache Dich zum Flug bereit.
In den ersehnten Morgen. (Hesse Hermann)

Hieronymus
Wir wollen nicht trauern
dass wir sie verloren haben,
sondern dankbar sein dafür,
dass wir sie gehabt haben,
ja, auch jetzt noch besitzen.
Denn wer heimkehrt zum Herrn,
bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie
und ist uns nur vorausgegangen. (Hieronymus)

Japan, 7. Jahrhundert
Im Meer des Lebens,
Meer des Sterbens,
in beiden müde geworden,
sucht meine Seele den Berg,
an dem alle Flut verebbt. (Japan, 7. Jahrhundert)

Jesaja
Nicht mehr untergehen wird deine Sonne,
noch wird dein Mond abnehmen;
denn der Herr wird dir zum ewigen Licht sein.
Und die Tage deiner Trauer werden ein Ende haben. (Jesaja 60, 20)

Johannes
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. (Johannes 11,25)

Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis bleiben,
sondern wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8,12)

Ihr seid jetzt traurig,
aber ich werde euch wieder sehen.
Dann wird euer Herz sich freuen,
und eure Freude wird euch niemand nehmen. (Johannes 16,22)

Kant Immanuel
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
der ist nicht tot, der ist nur fern;
tot ist nur, wer vergessen wird. (Kant Immanuel)

King Martin Luther
Gott kann Wege aus der Ausweglosigkeit weisen, er will das dunkle Gestern in ein helles Morgen verwandeln – zuletzt in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit. (King Martin Luther )

Unser glaube an Gott bestimmt,
wie wir mit unserem zerbrochenen Träumen fertig werden.
Er gibt uns die Überzeugung, dass jenseits des zeitlichen Lebens das ewige Leben herrscht. (King Martin Luther)

Kübler-Ross Elisabeth
Sobald wir alle unsere Arbeiten auf dieser Erde erledigt haben, ist es uns erlaubt unseren Leib abzuwerfen, welcher unsere Seele, wie ein Kokon den Schmetterling, gefangen hält.
Wenn die Zeit reif ist, können wir unseren Körper gehen lassen, und wir werden frei sein von Schmerzen, frei von Ängsten und Sorgen, frei wie ein wunderschöner Schmetterling, der heimkehrt zu Gott. (Elisabeth Kübler-Ross)

Kohelet
Alle Wege haben ein Ende,
ein frühes oder spätes Ziel.
Drum falt’ im tiefsten Schmerz die Hände
und sprich in Demut: Wie Gott will. (Kohelet, Buch des A.T.)

Korinther
Die Liebe jedoch, sie hört niemals auf. (1 Korinther 13,8)

Lakota Indianer – Gedicht
Steht nicht an meinem Grab und weint,
ich bin nicht da,
nein, ich schlafe nicht.
Ich bin eine der tausend wogenden Wellen des Sees,
ich bin das diamantene Glitzern des Schnees,
wenn ihr erwacht in der Stille am Morgen,
dann bin ich für euch verborgen,
ich bin ein Vogel im Flug,
leise wie ein Luftzug,
ich bin das sanfte Licht der Sterne in der Nacht.
Steht nicht an meinem Grab und weint,
ich bin nicht da,
nein ich schlafe nicht.

Lorca Federico Garcia
Unser Leben ist der Fluss,
der sich ins Meer ergießt,
das “Sterben” heißt. (Lorca Federico Garcia)

Mann Thomas
Die Bande der Liebe werden mit dem Tod nicht durchschnitten. (Mann Thomas)

Kaléko Mascha
Memento
Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nahe sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr sind?

Allein im Nebel tast ich stundenlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr
– und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der andren muss man leben! (Kaléko Mascha)

Es fragt uns keiner
ob es uns gefällt,
ob wir das Leben lieben oder hassen,
wir kommen ungefragt auf diese Welt
und müssen sie auch ungefragt verlassen. (Kaléko Mascha)

Lao –Tse
Ich bin von euch gegangen,
nur für einen kurzen Augenblick
und gar nicht weit.
Wenn ihr dahin kommt
wohin ich gegangen bin,
werdet ihr euch fragen,
warum ihr geweint habt. (Lao –Tse)

Der Reifen eines Rades wird gehalten von den Speichen,
aber das Leere zwischen ihnen ist das Sinnvolle beim Gebrauch.
Aus nassem Ton formt man Gefäße,
aber das Leere in ihnen ermöglicht das Füllen der Krüge.
Aus Holz zimmert man Türen und Fenster,
aber das Leere in ihnen macht das Haus bewohnbar.
So ist das Sichtbare zwar von Nutzen,
doch das Wesentliche bleibt unsichtbar. (Lao – Tse)

Psalm
Meine Seele ruhet in Gott, von ihm allein kommt mir Hilfe. (Psalm 62 /2)

Rilke Rainer Maria
Die Blätter fallen. Fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
Sie fallen mit verneigender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält. (Rilke Rainer Maria)

Wenn Du an mich denkst,
erinnere dich an die Stunde,
in welcher du mich am liebsten hattest. (Rilke Rainer Maria)

Man muss nie verzweifeln, wenn einem etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder.
Was abfallen muss, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen.
Man muss in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen der Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt. (Rilke Rainer Maria)

O Herr, gib jedem seinen eignen Tod.
Das Sterben, das aus jenem Leben geht,
darin er Liebe hatte, Sinn und Not. (Rilke Rainer Maria)

Ich habe Tote, und ich ließ sie hin
und war erstaunt, sie so getrost zu sehen,
so rasch zuhaus im Totsein, so gerecht,
so anders als ihr Ruf. Nur du, du kehrst zurück
du streifst mich, du gehst um, du willst
an etwas stoßen, dass es klingt von dir
und dich verrät. (Rilke Rainer Maria)

Wenn etwas uns fortgenommen wird,
womit wir tief und wunderbar zusammenhängen,
so ist viel von uns selber mit fortgenommen.

Gott aber will, dass wir uns wiederfinden,
reicher um alles Verlorene und vermehrt um
jenen unendlichen Schmerz. (Rilke Rainer Maria)

Rosegger Peter
Gute Nacht, ihr Freunde, ach wie lebt’ ich gern,
dass die Welt so schön ist, dank ich Gott, dem Herrn!
Meine Lust war leben, doch Dein Will’ gescheh,
dass ich schlafen geh. (Rosegger Gute Nacht, ihr Freunde, ach wie lebt’ ich gern,
dass die Welt so schön ist, dank ich Gott, dem Herrn!
Meine Lust war leben, doch Dein Will’ gescheh,
dass ich schlafen geh. (Rosegger Peter)

de Saint-Exupèry Antoine
Wenn einer eine Blume liebt,
die es nur ein einziges Mal gibt
auf allen Millionen und Millionen Sternen,
dann genügt es ihm völlig, dass er zu ihnen
hinaufschaut, um glücklich zu sein. (de Saint-Exupèry Antoine)

Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache. (de Saint-Exupéry Antoine)

Seneca

Der Tod bedeutet die Tilgung jeglichen Schmerzes,
und er ist die Grenze,
über die unsere Leiden nicht hinausgelangen;
er gibt uns wieder jenen Zustand der Ruhe zurück,
dem wir vor unserer Geburt angehörten. (Seneca)

Scott Henry
Der Tod hat keine Bedeutung -
Ich bin nur nach nebenan gegangen.
Ich bleibe wer ich bin.
Und auch ihr bleibt dieselben.
Was wir einander bedeuten, bleibt bestehen.
Nennt mich mit einem vertrauten Namen,
sprecht in der gewohnten Weise mit mir
und ändert euren Tonfall nicht!
Hüllt euch nicht in Mäntel aus
Schweigen und Kummer-
Lacht wie immer über die kleinen Scherze,
die wir teilten.
Wenn ihr von mir sprecht,
so tut es ohne Reue und ohne jegliche Traurigkeit.
Leben bedeutet immer Leben- es bleibt bestehen-
immer- ohne Unterbrechung.
Ihr seht mich nicht, aber in Gedanken bin ich bei euch.
Ich warte eine Zeitlang auf euch-
Irgendwo, ganz in der Nähe-
Nur ein paar Straßen weiter. (Scott Henry)

Schiller Friedrich
Dem dunklen Schoß der heil’gen Erde
vertrauen wir der Hände Tat,
vertraut der Sämann seine Saat
und hofft, dass sie entkeimen werde
zum Segen nach des Himmels Rat.

Noch köstlicheren Samen bergen
Wir trauernd in der Erde Schoß
Und hoffen, dass er aus den Särgen
Erblühen soll zu schönrem Los. (Schiller Friedrich)

Schopenhauer Arthur
Ich glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Lichte steh´n, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist. (Schopenhauer Arthur)

Schott
Durch den Tod wird die Seele vom Leib getrennt; in der Auferstehung aber wird Gott unserem verwandelten Leib das unvergängliche Leben geben, indem er ihn wieder mit unserer Seele vereint. Wie Christus auferstanden ist und immerdar lebt, so werden wir alle am Letzten Tag auferstehen. (1016 Schott )

Schweitzer Albert
Menschen, die wir lieben, bleiben für immer,
denn sie hinterlassen Spuren in unserem Herzen.
Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren,
die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. (Schweitzer Albert)

Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinaus gibt, geht nicht verloren. (Schweitzer Albert)

Storm Theodor
Wie wenn das Leben wär nichts andres
als das Verbrennen eines Lichts!
Verloren geht kein einzig Teilchen,
jedoch wir selber geh’n ins Nichts!

Denn was wir Leib und Seele nennen,
so fest in eins gestaltet kaum
es löst sich auf in tausend Teilchen
und wimmelt durch den öden Raum.

Es waltet stets dasselbe Leben.
Natur geht ihren ew’gen Lauf;
in tausend neu erschaffnen Wesen
steh’n diese tausend Teilchen auf. (Storm Theodor)

Sokrates
Falls der Tod aber gleichsam ein Auswandern ist
von hier an einen anderen Ort,
und wenn es wahr ist, was man sagt,
dass alle, die gestorben sind, sich dort befinden,
welch ein größeres Glück gäbe es wohl als dieses? (Sokrates)

Soltsien Helmut
Mit jedem Toten, den wir lieben,
stirbt ein Teil von uns.
Von jedem Toten, dem wir verbunden sind,
bleibt ein Teil durch uns. (Soltsien Helmut)

Thessaloniker
Wenn Jesus – und das ist unser Glaube -
gestorben und auferstanden ist,
dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen
zusammen mit Ihm zur Herrlichkeit führen. (Thessaloniker 4, 14)

Turgenjew Iwan
Die Liebe ist stärker als der Tod
und die Schrecken des Todes.
Allein die Liebe erhält
und bewegt unser Leben. (Turgenjew Iwan)

Uhland Ludwig
Du kamst, du gingst mit leiser spur,
ein flücht’ger Gast im Erdenland.
Woher? Wohin? Wir wissen nur:
aus Gottes Hand in Gottes Hand. (Uhland Ludwig)

da Vinci Leonardo

Wie gutes Tagwerk frommen Schlummer bringt,
so rechtes Leben einen fröhlichen Tod. (da Vinci Leonardo)

van Veen Hermann
Leben ist wie Schnee,
Du kannst ihn nicht bewahren.
Trost ist,
dass Du da warst,
Stunden,
Monate,
Jahre. (van Veen Hermann)

Waggerl Karl Heinrich
Wir sterben viele Tode,
solange wir leben,
der letzte ist nicht der bitterste. (Waggerl Karl Heinrich)

Weöres Sandor
Ich träume, und der geliebte Mensch ist mir nahe.
Ich erwache und bin allein. Leer ist meine Welt.
Unergründlich die Tiefe die alles verschlang.
Aber die Liebe und Wärme vergangener Tage
weht zu mir herüber. Fast wie ein Trost. (Weöres Sandor)

Wilder Thornton
Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten.
Und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe -
das einzig Bleibende, der einzige Sinn. (Wilder Thornton)

Zweig Stefan
Niemand ist fort, den man liebt. Liebe ist ewige Gegenwart. (Zweig Stefan)

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Kategorien: Todesfall / Trauer

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