Ökosarg

28. August 2015 – Todesfall / Trauer

Pappsarg, Sarg aus Zellulose, Pilzmaterial, etc.

Umweltbewusstsein kann sogar über den Tod hinausgehen. In der Schweiz gibt es Projekte, die sich mit Sargmaterialien beschäftigen, die gut abbaubar sind, die Schwermetale binden, welche die Verwesung der Leiche fördern, etc. Ein junger Schweizer hat einen Wekstoff aus Pilzen entwickelt, der es ermöglicht die Umwelt bei einem Begräbnis möglichst gering zu belasten.
Allerdings sind es bis jetzt nur Versuche. Ahnlich verhält es sich mit der Beigabe von Pilzgemischen, welche die Verrottung des Leiche beschleunigen.

Weiter voran geschritten ist der Sarg aus Pappe/Zellulose. Man kann ihn unbedruckt und bedruckt mit Rosen, Mohnblumen, etc. für ab ca. € 300.- erwerben. (Preisangabe betrifft Deutschland).
Problematisch ist allerdings die Kremation im Ökosarg. Manche Krematorien weigern sich Leichen in einem Pappsarg zu verbrennen, da die Särge zu rasch entflammen. Die rasche vollständige Verbrennung einer Leichen wird durch Särge aus Holz begünstigt.

In Schottland boomt z.B. der Ökosarg, in Deutschland und Österreich bevorzugen die Hinterbliebenen einen stabilen Holzsarg.
Es überwiegt auch die meinung, dass ein Pappsarg “schäbig” wirkt und für einen würdevolle Abschied von einen geliebeten Menschen ungeeignet ist.
Auch die gesetzlichen Bestimmungen in Österreich verlangen für den Leichentransport eine gewisse Stabilität und Dichtheit des Sarges.

Die Meinungen bezüglich Ökösärgen werden aus wirtschaftlichen Aspekten, aus Pietätsgründen und Umweltbewusstsein noch länger auseinanderklaffen.

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Kategorien: Todesfall / Trauer

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