Nacherben

6. Juni 2010 – Todesfall / Trauer

Erben unter gewissen Voraussetzungen

Welche Vorteile bringt die testamentarische Nennung von Nacherben?

Ein Erblasser kann testamentarisch verfügen, dass eine Person z.B. eine Wohnung nur zur Nutzung vererbt bekommt. Die begünstigte Person hat auf das gegenständliche Vermögen ein Nutzungsrecht auf Lebenszeit. Mit dem Tod dieser Person geht das Vermögen auf die vom ursprünglichen Erblasser als “Nacherbe” bestimmte Person, über.

Dabei gibt es zwei Varianten:

Bei der fideikommissarischen Substitution verpflichtet sich die begünstigte Person, das eigentliche Vermögen unangetastet zu lassen und sich auf die ausschließliche Nutzung zu beschränken. Zur Nutzung zählen z.B. ein Wohnrecht, ein Ernterecht oder das Abschöpfen von Zinsen eines Sparguthabens. Der Nacherbe erhält jenen Wert, der zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers errechnet wurde, bzw. bei Immobilien das Objekt zumindest in jenem Zustand, in dem es sich zum Zeitpunkt des Ablebens des Erblassers befunden hatte.

Bei der Substitution auf den Überrest darf die begünstigte Person den Nachlass nicht nur nutzen, sondern auch verbrauchen. Etwaige Nacherben erhalten im Todesfall dieser begünstigten Person lediglich den Restwert, (Überrest) der vom ursprünglichen Erbe verblieben ist.

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Kategorien: Todesfall / Trauer

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