Einäscherung

14. September 2011 – Todesfall / Trauer

Kremation

Feuerbestattung oder Leichenverbrennung

In Österreich wird bei Feuerbestattung der Sarg mit dem Leichnam im Krematorium verbrannt. Der Kremationsprozess dauert insgesamt ca. 90 Minuten. Die Verbrennungsdauer hängt von der Körpermasse und dem Wassergehalt des Körpers ab.
Während der Einäscherung verbrennen die Organe und weichen Gewebeteile, es verbleiben danach etwa 5 Prozent des Körpergewichtes aus Knochenresten, Implantaten und Sargbestandteilen.
Herzschrittmacher und andere medizinische Hilfsmittelmüssen müssen vor der Kremation entfernt werden. Andere Metallteile werden anschließend aussortiert. Die anfallenden Edelmetalle (z.B.: Gold-Zahnfüllungen) werden von den Krematorien meistens an karitativen Organisationen gespendet.
Dem Sarg wird eine Schamottplatte, die mit einer Nummer versehene ist, beigelegt. Die gemahlene Asche wird mit der hitzebeständigen Markierungstafel in eine Urne gefüllt und diese wird gut verschlossen.

In den Kapseldeckel werden:

  • der Name des Krematoriums
  • der Name des Verstorbenen
  • das Geburtsdatum des Verstorbenen,
  • der Todestag des Verstorbenen
  • das Einäscherungsdatum
  • sowie die Identifizierungsnummer eingeprägt

Diese Aschekapsel wird in eine dekorative Überurne gesetzt: Die Bestattung der Asche muss nach dem geltenden Leichen und Bestattungsgesetzen der österreichischen Bundesländer in einer Urne (Aschekapsel) erfolgen. Das Verstreuen der Asche ist in Österreich nicht erlaubt.

Die Urne wird z.B. in einem Urnenhain, auf dem Friedhof bestattet. Wenn die Urne außerhalb des Friedhofes beigesetzt werden soll, bedarf es der Genehmigung durch eine Behörde bzw. der Gemeinde.
Es gibt auch die Möglichkeit der Seebestattung, der Naturbestattung oder dass die Asche im Ausland verstreut wird.

Für Bestattung von Urnen gilt in Oberösterreich:

Das Gesetz sieht eine einzige Ausnahme vor und zwar dann, wenn die Urne mit Erlaubnis der Gemeinde außerhalb eines Friedhofes beigesetzt werden soll. Dafür ist der Bescheid der Gemeinde notwendig in dessen Gebiet die Urne beigesetzt werden soll. Der positive Bescheid ist immer dannzu erteilen, wenn der Beisetzungsort bzw. die Beisetzungsart erwarten lässt, dass die Urne pietätvoll behandelt wird. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, ist in Oberösterreich die Beisetzung der Urne im eigenen Garten möglich.

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Kategorien: Todesfall / Trauer

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