Mitspracherecht bei Kindererziehung

14. Juni 2010 – Scheidung / Trennung

Recht auf Äußerung zu Erziehungsfragen

Trotz Scheidung hat der besuchende Elternteil, also der / die nicht mit dem Kind wohnende Vater / Mutter, zu wichtigen Fragen der Kindererziehung ein Äußerungsrecht

Der das Kind besuchende Elternteil hat das Recht, sich zu wichtigen Angelegenheiten und wesentlichen Maßnahmen der Kindererziehung zu äußern, d.h. ein Äußerungsrecht (Siehe auch: Informationsrecht).

Dazu zählen beispielsweise: Berufswahl, Einwilligung in eine – vor Erreichen der Volljährigkeit – angestrebte Ehe, Schulwahl, schwere Erkrankung, Therapiemaßnahmen usw. Diese Stellungnahme muss in einer “angemessenen” Frist erfolgen. Man kann also z.B. nicht erst nach Beendigung des ersten Semesters die Schulwahl / Ausbildungswahl kritisieren.

In Österreich gibt es gesetzlich festgelegte “Wohlverhaltensgebote” für geschiedene Elternteile: Unabhängig von der Obsorgeregelung hat jeder Elternteil sich so zu verhalten, dass die Beziehung des Kindes zum anderen Elternteil und / oder anderen Personen (z.B. Grosseltern) nicht negativ beeinflusst wird (z.B. “Aushorchen” über den neuen Freund der Mutter, negative Äußerungen über die neue Lebensgestaltung des Expartners usw.). Es darf auch der eine Elternteil den anderen Elternteil oder andere Personen nicht daran hindern, ihre jeweilige Aufgaben wahrzunehmen.

Siehe auch: Gesetzestext

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Kategorien: Scheidung / Trennung

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