Sucht nach Medikamenten

6. Juni 2010 – Psyche / Glaube

Medikamentenabhängigkeit

Wann ist man von Medikamenten abhängig?

Medikamentensucht liegt nach Alkoholismus an zweiter Stelle in der Häufigkeitsliste der Abhängigkeitsarten.

Abhängig ist man von Medikamenten, wenn man ein starkes Verlangen verspürt, den Effekt des Medikaments zu wiederholen. Effekte können Angstverminderung, Schmerzlinderung, Beruhigung, Schlafförderung usw. sein.

Erkennungsmerkmale bei Medikamentensucht

  • Unbezwingbares Verlangen, einen bestimmten Effekt eines Medikamentes nochmals zu verspüren (Angstminderung, Schmerzlinderung, Beruhigung, Schlafförderung).
  • Überall hin, wo man sich aufhält, nimmt man “sicherheitshalber” das Medikament mit (Abführmittel, Schlaftabletten, Beruhigungsmittel, Aufputschmittel, Appetitzügler, Schmerztabletten, Migränemittel usw.).
  • Unruhezustände, wenn man einmal ohne das Medikament auskommen muss.
  • Sie empfinden körperliches und seelisches Leid, wenn das Medikament abgesetzt oder die Einnahme ausgesetzt wird.
  • Sie suchen verschiedene Ärzte und Apotheken auf, um die benötigten Medikamente zu erhalten.
  • Sie lassen Ihre Mitmenschen und Ihren Arzt über die tägliche Dosis, die Sie zu sich nehmen, bewusst im Unklaren.

Hilfsstellen

  • Therapiezentrum für Alkohol- und Medikamentenabhängige: www.api.or.at
  • Psychosoziale Information:
    Tel.: 01 / 310 25 73 (tagsüber)
  • Sozialpsychiatrischer Notdienst der Stadt Wien:
    Tel.: 01 / 310 87 79 (auch nachts)

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Kategorien: Psyche / Glaube

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