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18. November 2011 – Kommentare / Erfahrungen

Leserbriefe

Mail an die Redaktion von 2minus1.at vom 8. November 2011

s.g. Frau Lang!
Ich möchte mich nochmals ganz herzlich für Ihre Tipps bedanken!
Es ist in unserer Gesellschaft leider nicht häufig, jemanden mit so viel Engagement zu treffen!
Gäbe es mehr derart hilfsbereite Menschen wie Sie, hätten wir wahrscheinlich den Himmel auf Erden! :o )
Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Liebe und v.a., dass Ihre Hilfsbereitschaft auch ab und an wenigstens mit Dank bedacht ist!
Danke nochmals!
Josef B.

Mail an die Redaktion von 2minus1.at vom 28. Juli 2011

Liebe Frau Lang!
Vielen Dank für Ihre nette Antwort. Sie haben mir sehr geholfen.
Schönen Abend und viele Grüße
Simone

Anfrage an die Redaktion von 2minus1.at vom 9. Juni 2011

FRAGE:
Bezüglich Kindesunterhalt nach Scheidung (September 2009; einvernehmlich): Mein Sohn (geboren Mai 2005) lebt nun bei seiner Mutter und ich zahle jedes Monat Alimente. Mein Sohn kommt nun bald in die Schule und deshalb möchte ich sie fragen, ob ich für die Schulbildung (Privatschule) auch noch was extra zahlen muss oder ob das in den Alimenten bereits enthalten ist. Danke!
ANTWORT:
Hier ist unsere nicht rechtsverbindliche Information:
Zusätzliche Kosten für Kind:
Besondere Auslagen für das Kind müssen zusätzlich zum Unterhalt gedeckt werden.
Nach der Scheidung / Trennung werden die Lebensbedürfnisse mit den Unterhaltszahlungen des unterhaltspflichtigen Elternteils abgedeckt. Es gibt aber auch Aufwendungen -  Sonderbedarf – die zusätzlich zu den Lebensbedürfnissen anfallen. Dabei handelt es sich um eine außergewöhnliche, dringliche Auslage, die in unregelmäßiger Höhe entsteht.
Man unterscheidet:

  • Existenznotwendigen Sonderbedarf
  • Durchschnittlichen Sonderbedarf
  • Luxussonderbedarf

Grundsätzlich ist nur der existenznotwendige Sonderbedarf zu leisten. Dieser ist aber konkret nachzuweisen.

 Die Rechtsprechung sieht als Sonderbedarf:

  • Kosten für Heilung
  • Auslagen für Erhaltung der Gesundheit und die Persönlichkeitsentwicklung an: z.B. Zahnbehandlung bzw. Zahnspange, Psychotherapiekosten, notwendige Kontaktlinsen und notwendige ärztliche Behandlungen, abzüglich der von der Krankenkasse gedeckten Kosten.

Keinen Sonderbedarf stellen z.B. dar:

  • Brillenkosten
  • Privatärztliche Behandlungen
  • Ausgaben, im Rahmen der Schulausbildung z.B. Schulschikurskosten und Schullandwoche, etc.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob eine bestimmte Ausgabe für Ihr Kind als Sonderbedarf gewertet wird, so empfiehlt sich eine rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Der vom Unterhaltspflichtigen zu bestreitende Sonderbedarf  muss dann genau geprüft werden, wenn Unterhaltsleistungen erbracht werden, die den Regelbedarf beträchtlich übersteigen.
Der Unterhaltsbezieher muss in diesem Fall belegen, dass der Sonderbedarf trotz maximaler Unterhaltshöhe nicht beglichen werden kann. Leistungen aus dem Titel des Sonderbedarfes sind zweckbestimmt und stehen nicht zur freien Verfügung des Unterhaltsberechtigten.
Hinweis: Der Sonderbedarf ist ebenso wie der Kindesunterhalt beim zuständigen Bezirksgericht/Pflegschaftsgericht (siehe unten) zu beantragen.
Das ist der rechtliche Standpunkt zu Ihrer Anfrage.

Unser menschlicher Tipp aus der Erfahrung: Rechtliche Standpunkte verhärten meistens die Fronten. Überlegen Sie sich was ist Ihnen die gute Schulausbildung / Betreuung Ihres Sohnes wert.
Haben sie Bedenken, dass ihre zusätzlichen finanziellen Leistungen nicht für Ihren Sohn verwendet wird? Wenn ja: Bieten Sie ihrer Exfrau z.B. an, Sie zahlen vierteljährlich die Privatschulkosten direkt mit Dauerauftrag. Im gleichem Atemzug würde ich anbieten, dass Sie gerne zum Sprechtag gehen, gerne Ihren Sohn einmal in der Woche von der Schule abholen, etc. Meistens sind Mütter “allergisch”, wenn Väter sich frei kaufen wollen und nur für “fun” zuständig sind. Das ist aus unserer Sicht ein Vorgehen im Sinne des Kindeswohls und auch nützlich für eine gute, zukünftige Basis als Eltern, die geschieden sind, aber das gleiche Interesse für das gemeinsame Kind haben.

Bei Kommunikationsschwierigkeiten, weil die Scheidung ja noch nicht so lange zurück liegt, empfehlen wir eine Mediation mit dem möglichen Ziel: Wie gehen wir zukünftig miteinander um, damit unser gemeinsamer Sohn unter Scheidung nicht noch zusätzlich leidet. Für Kinder ist das schlimmste, wenn die Eltern sich scheiden lassen und trotzdem weiter streiten.

Viel Glück für Ihre Entscheidungsfindung!

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Kategorien: Kommentare / Erfahrungen

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