Trauer Verlust eines Menschen

6. Juni 2010 – Kinder / AlleinerzieherInnen

Trauerarbeit

Wie kann man Trauernden helfen?

In der psychisch als belastend empfundenen Zeit der Trauer lernt der Mensch, den Verlust / Abschied eines geliebten Menschen zu akzeptieren. Dabei folgt der Trauernde in der Regel folgendem Stufenmodell:

  • Schock bzw. Phase der Betroffenheit. Die Betroffenheit kann sehr intensiv und sehr unterschiedlich empfunden werden. In den ersten Stunden, Tagen und Wochen wird der Tod / der Verlust oft verleugnet (“Das kann doch nicht wahr sein…”).
  • In der Folge reagieren Trauernde auf den Verlust manchmal mit Wut, Aggression, Angst und Depression, weil es nicht gelingt, das Verlorene wieder zu finden bzw. zu erleben. In dieser Phase kann der Trauernde über Wochen, Monate, sogar Jahre verweilen. Hilfreich kann in dieser Phase die persönliche Begleitung durch einen erfahrenen Psychotherapeuten sein.
  • In der “Bearbeitungsphase” gelingt es dem Betroffenen, das Erlebte bewusst oder unbewusst zu verarbeiten. Erinnerungen werden zunehmend ertragen und das Bedürfnis nach dem “Wieder – Erleben – Wollen” lässt nach. Dieses Stadium ist vielfach von Depressionen begleitet, denn weder in der Gegenwart, noch in der Zukunft kann der Trauernde einen Lebenssinn erkennen. Diese Phase kann mehrere Jahre dauern. Die Begleitung durch einen erfahrenen Psychotherapeuten ist oft sehr hilfreich.
  • In der Phase der “Neuorientierung” gewinnt der Trauernde behutsam Abstand und beginnt neue Beziehungen, Interessen aufzubauen. Das Erlebte hat die Persönlichkeit des Trauernden beeinflusst und auch sein Selbstbild verändert.

Trauer beeinträchtigt nicht nur negativ die Lebensqualität, sie kann auch positive Kräfte freisetzen.

Trauerarbeit ist wichtig. Es gibt fachkundige Trauerbegleitung für Kinder / Jugendliche und Erwachsene und Selbsthilfegruppen für Erfahrungen mit Trauer / „Trauererfahrung“.

Bei Tod eines geliebten Menschens kann die Seele eines Kindes  Schaden erleiden.
Betroffene Kinder oder Jugendliche erhalten seit Jahren bei RAINBOWS hilfreiche Begleitung und Unterstützung.

RAINBOWS hilft individuell – nach Altersstufen gegliedert – Kindern im Alter von 4 bis 17 Jahren.
Die RAINBOWS – Gruppen treffen sich unter der Leitung von erfahrenen und  speziell geschulten RAINBOWS MitarbeiterInnen, wöchentlich 1 Mal, dies 14 Wochen lang.

RAINBOWS hat altersgerechte Methoden entwickelt, die der kindlichen Gefühlswelt helfen, nach einem einschneidend bedrückenden Erlebnis, den Schmerz, die Angst und allfällige Wut wieder langsam positiv zu verarbeiten und die Seele wieder „ins Lot“ zu bringen..

Kinder lernen besser mit einer veränderten Situation der Familie zu leben.
Das Selbstbewusstsein wird gestärkt, Kinder lernen ihre Bedürfnisse auszudrücken.

„Mir geht es gerade gut. Bei mir scheint die Sonne, ich sehe einen Regenbogen“
– so fasst die sechsjährige Julia ihre Erlebnisse in der „RAINBOWS – Gruppe“ in Worte.

Als Ziel für jede „RAINBOWS – Gruppe“ gilt:
Die neue Perspektive ist die Zukunft und deren positive Gestaltung unter Berücksichtigung  der veränderten Familiensituation. Dies im Anschluss an die seelische Verarbeitung des „Verlorenen“, des „Zerbrochenen“.

RAINBOWS bezieht in diesen Prozess die Eltern mit ein. Drei Elterngespräche dienen der Information der Eltern und dem Erfahrungsaustausch.

RAINBOWS gibt es auch in Ihrer Nähe!  Siehe: www.rainbows.at

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Kategorien: Kinder / AlleinerzieherInnen

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