Scheidung – Information Kind

6. Juni 2010 – Kinder / AlleinerzieherInnen

Eltern informieren Ihr Kind über die Trennung

Wie sagen Eltern ihrem gemeinsamen Kind (Alter: 3 bis 4 Jahre), dass sie in Zukunft nicht mehr gemeinsam zusammen wohnen werden?

Kleinkinder (Alter 3 bis 4 Jahre) brauchen nach einer Scheidung z.B. Antworten auf folgende Fragen:

  • “Wo ist der Papa/die Mama?”
  • “Wer kocht für mich?”
  • “Wer ist wann bei mir?”
  • “Wer ist bei mir, wenn ich krank bin?”
  • “Wer holt mich vom Kindergarten ab?”
  • “Wo bin ich wann?”
  • “Wo werde ich meinen Geburtstag feiern?”
  • “Wo bin ich, wenn das Christkind kommt?”
  • “Wie sieht die neue Wohnung von Papa/Mama aus?”
  • “Wo werde ich mit Papa spielen?”
  • und viele mehr.

Kindgerechte Orientierungshilfen sind von großer Bedeutung dazu zählen:

  • Fotos von der neuen Mama/Papa – Wohnung
  • Zeichnungen etc. vom neuen Kinderzimmer
  • Mama/Papa – Kalender: Mit Symbolen welche die Wochenende mit Papa/Mama/Großeltern kennzeichnen
  • Wichtig ist ein geregelter Tages-/ Wochenablauf
  • Konstanz und Verlässlichkeit der  Bezugspersonen
  • Verstärkte Präsenz beider Elternteile, wenn es dem Kind nicht gut geht
  • Regelmäßiger Körperkontakt von Mama und Papa
  • Altersgemäßes Beantworten der Kindesfragen
  • Herstellen des Kontaktes zu dem nicht mit dem Kind wohnenden Elternteil bzw. zu den Großeltern.
  • Wenn der auswärts lebende Elternteil sagt: “Du kannst mich jederzeit anrufen!”, so überfordert er ein Kind in diesem Alter.
  • Die Pflicht zur regelmäßigen Kontaktaufnahme liegt immer bei dem Erwachsenen. Das gilt mindestens bis zum Schulalter.

Erfahrungswerte: Kinder verstehen, dass ….

  • es bei Mama andere Regeln gibt als bei Papa.
  • Großeltern immer ein bisschen mehr verwöhnen dürfen als Eltern.
  • der abwesende Elternteil seine Streicheleinheiten so großzügig verteilt, wie er möchte.

Tipp: Als „Alltags-Elternteil“ sollte man versuchen, es so zu sehen: Die zusätzliche Verwöhnung ist für das Kind ein kleiner Gewinn aus der Trennung. Das kann man ihm gegenüber auch äußern: „Dort macht ihr es so, das ist auch schön für dich, aber hier machen wir es so.“ Wer für den Alltag zuständig ist, braucht keine Angst zu haben, dass das Kind vergleicht und er selber dabei schlecht wegkommt: Bindung entsteht durch diesen Alltag.

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Kategorien: Kinder / AlleinerzieherInnen

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