Karenz

6. Juni 2010 – Kinder / AlleinerzieherInnen

Kinderbetreuungsgeld

Wann hat man Anspruch auf Karenz?

Karenz ist die Freistellung von der Arbeit gegen Entfall von Gehalt / Lohn z.B. auf Grund der Geburt  des eigenen Kindes. Seit 1.1. 2002  bekommt man statt dem Gehalt / Lohn ein Kinderbetreuungsgeld in der Höhe von täglich 14,53 € (ca. € 436,- im Monat). Das Kinderbetreuungsgeld endet, wenn das Kind 2 1/2 Jahre alt ist.  Teilen sich beide Elternteile die Betreuung des Kindes endet die Zahlung des Kindesbetreuungsentgeltes mit dem 3. Geburtstag.

Die Mutter oder der Vater eines neugeborenen Kindes haben Anspruch auf Karenz bis zum Ablauf des 2. Lebensjahres des Kindes. Auf Karenz besteht ein Rechtsanspruch, der Arbeitgeber kann die Karenz daher nicht verweigern.

Voraussetzungen und Formalitäten für einen Anspruch auf Karenz :

  • Unselbstständige Erwerbstätigkeit der Mutter, die in Karenz gehen möchte, oder unselbstständige Erwerbstätigkeit des Vaters, der in Karenz gehen möchte.
  • Meldung und Festlegung der Karenzdauer beim Arbeitgeber. ( Empfehlung: Schriftlich)
  • Vater / Mutter müssen mit dem Kind gemeinsam in einem Haushalt leben.
  • Die Mindestdauer der Karenz beträgt drei Monate.
  • Eine Karenz im Anschluss an den Mutterschutz ist spätestens acht Wochen nach der Geburt dem/der jeweiligen Arbeitgeber/in am besten schriftlich bekannt zu geben. Der Kündigungs- und Entlassungsschutz ist weiterhin aufrecht.
  • Möchte man z.B. die Karenz von 6 Monaten auf 18 Monate verlängern, ist spätestens drei Monate vor Ablauf der Sechsmonatsfrist der Arbeitgeber über die Dauer der Verlängerung zu informieren. Die Karenz kann höchstens
    24 Monate betragen. Wollen Sie darüber hinaus in Karenz gehen, ist eine schriftliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber unbedingt erforderlich.
  • Eine karenzierte Mutter / Ein karenzierter Vater darf während der Karenz eine geringfügige Beschäftigung ausüben. Das Entgelt für diese geringfügige Beschäftigung darf im Kalendermonat die Geringfügigkeitsgrenze von derzeit
    € 341,16 (Stand: Februar 2007) nicht übersteigen.
  • Es besteht die Möglichkeit, mit dem Arbeitgeber, mit dem das karenzierte Arbeitsverhältnis besteht, eine Beschäftigung, die über der Geringfügigkeitsgrenze liegt, zu vereinbaren. Diese Beschäftigung darf aber insgesamt höchstens 13 Wochen pro Kalenderjahr betragen, z.B.: Urlaubsvertretung oder Krankenstandsvetretung.
  • Ab Bekanntgabe der Karenz beginnt der Kündigungs- und Entlassungsschutz. Dieser kann frühestens vier Monate vor Antritt der Karenz beginnen.bDer Schutz endet vier Wochen nach Ablauf der Karenz. D.h. der Arbeitgeber kann eine allfällige Kündigung erst vier Wochen nach Ablauf der Karenz aussprechen. Ab Bekanntgabe der Kündigung (nach Ablauf der Karenz) beginnt die Kündigungsfrist.
  • Die Arbeit ist nach Ablauf der Karenzzeit unaufgefordert wieder aufzunehmen, widrigenfalls ein Entlassungsgrund gesetzt wird.

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Kategorien: Kinder / AlleinerzieherInnen

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