Ehelichkeitsvermutung

21. Mai 2010 – Kinder / AlleinerzieherInnen

Bestreitung Ehelichkeit

Annahme: Kind wurde während der Ehe gezeugt

Für Kinder, die nach der Eheschließung und vor Scheidung, Aufhebung oder Nichtigerklärung der Ehe der Mutter geboren werden, stellt das Gesetz eine Ehelichkeitsvermutung auf. Es wird angenommen, dass das Kind (noch) vom Ehemann der Mutter stammt. Gleiches gilt für Kinder, die vor Ablauf des 300. Tages nach dem Tod des Ehemannes der Mutter geboren werden
(§ 138 Abs 1 ABGB).

Die Widerlegung der Ehelichkeit erfordert den Nachweis der absoluten Unwahrscheinlichkeit, dass der Ehemann der Mutter das Kind vor Auflösung der Ehe gezeugt hat. Heute ist die Feststellung der Vaterschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit (~ 99,9%) möglich. (Vaterschaftstest)

Die Ehelichkeitsvermutung kann durch eine gerichtliche Entscheidung widerlegt werden, d.h. dass das Kind nicht vom Ehemann der Mutter abstammt.
Der Ehemann hat die Möglichkeit der Ehelichkeitsbestreitungsklage nach § 156 AGBG.

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Kategorien: Kinder / AlleinerzieherInnen

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