Vorgehen in schwierigen Situationen

22. Juni 2010 – Hilfe / Beratung

Schritt für Schritt Problem lösen

Plan für das Bewältigen von belastenden Lebenslagen

Plötzlich auf sich allein gestellt zu sein, ist für viele Menschen ein Schock. Man fühlt sich psychisch und physisch schwach, enttäuscht, verwirrt, depressiv – aus der Bahn geworfen.

1. Schritt: Einschätzung der Situation

Folgende Fragen sollen Ihnen helfen Ihre Situation realistisch einzuschätzen:

  • Darf ich in der Wohnung / im Haus bleiben?
  • Werde ich mit dem Geld das Auslangen finden? Auch in der Zeit, bis alles rechtlich geklärt?
  • Was sind meine Rechte?
  • Welche Pflichten kommen auf mich zu?
  • Wer ist noch von dieser neuen Situation betroffen?
  • Werde ich es schaffen, alleine zu wohnen und den Haushalt zu führen?
  • Was bedeutet die neue Situation für mich beruflich?
  • Was bedeutet sie für mich familiär und in meinem sozialen Umfeld?

2. Schritt: Planung – Klärung: Wer kann mir helfen?

Ganz wichtig ist, dass man sich eingesteht, dass man die Situation nicht alleine durchstehen muss und daher nicht zögert, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

  • Hilfestellung bei psychischen Problemen. Anmerkung: Freunde können und wollen helfen, aber man sollte dabei bedenken, dass z.B. manch einem Freund das Leid des besten Freundes so sehr “an die Nieren geht”, dass er sich mit der belastenden Situation überfordert fühlt.  Die nötige Distanz durch eines Fachmannes kann den Blickwinkel erweitern.
  • Hilfestellung für Sachfragen, allen voran rechtliche Angelegenheiten. Gerade bei Hilfestellung für Sachfragen ist es wichtig, sich professionelle Hilfe zu holen. Es mag z.B. die schon geschiedene Freundin zwar schon einiges auf Grund ihrer eigenen Erfahrung wissen, aber das macht sie noch lange nicht zu einer kompetenten Rechtsberaterin.
  • Hilfestellung bei der Kinderbetreuung
  • Hilfestellung für die Finanzen (Versicherungen, Schulden)
  • Hilfestellung bei der Organisation des Alltags (Essen / Mahlzeiten, Haushalt, usw.)

3. Schritt: Ergebnis – Definition: Wer macht bis wann was?

Gut sind erreichbare Etappenziele. Sie verhelfen einem zu kleinen Erfolgserlebnissen, die sich dann wiederum motivationsfördernd auswirken.

4. Schritt: Umsetzung der Ziele

5. Schritt: Kontrolle über die Umsetzungsfortschritte

Nach jedem Etappenziel kontrollieren Sie immer wieder, wie die Umsetzung läuft, damit sie möglichst rasch auf neue Gegebenheiten reagieren können.

Läuft es nicht nach Ihren Vorstellungen, fragen Sie sich selbst:

  • Warum hat es nicht geklappt?
  • Hatte ich die richtigen Helfer?
  • War die Vorgehensweise taktisch klug?

Mögen Sie sicher an Ihrem Ziel ankommen!

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Kategorien: Hilfe / Beratung

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