Notstandshilfe

14. Juni 2010 – Hilfe / Beratung

Notlage – Hilfe

Wann kann Notstandshilfe bezogen werden?

Vorraussetzung für den Bezug von Notstandshilfe:
Ist der Bezugszeitraum, in dem Arbeitslosengeld oder Karenzgeld gewährt worden war, abgelaufen, so kann ein Antrag auf Notstandshilfe gestellt werden, d.h. nur wer Anspruch auf Karenzgeld bzw. Arbeitslosengeld hatte, hat auch einen bedingten Anspruch auf Notstandshilfe.
Für den Bezug von Notstandshilfe muss eine Notlage nachgewiesen werden.

Ob eine Notlage vorliegt, hängt entscheidend vom erzielten Einkommen ab.
Es wird sowohl
– das eigene Einkommen (dazu zählen z.B. auch Erträge aus Vermietung und Verpachtung, Witwen/Witwerpension, etc.) als auch
– das Einkommen, des im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehepartners oder Lebensgefährten berücksichtigt.

Die Notstandshilfe wird bei bestehender Notlage, immer wieder gewährt.
Die Bewilligung erfolgt jeweils für längstens 52 Wochen.
Danach ist ein neuer Antrag zu stellen.

Bezüglich des Zuverdienstes zur Notstandshilfe gelten grundsätzlich dieselben Bestimmungen wie beim Zuverdienst beim Arbeitslosengeld.
Unterschied: bei der Notstandshilfe wird jedes sonstige Einkommen angerechnet, z.B. Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, Witwen/Witwerpension.

Den Antrag auf Notstandshilfe stellen sie bei der regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservices Österreich (AMS)
Notstandshilfe kann ausschließlich durch persönliche Vorsprache beantragt werden.
Die Termine und Fristen, die der Betreuer oder die Betreuerin der Geschäftstelle nennen sind unbedingt einzuhalten! Die Notstandshilfe wird dann erst zuerkannt, wenn der Antrag eingebracht wurde.

Erforderliche Unterlagen: Je nach Ihrer individuellen Situation müssen Sie unterschiedliche Unterlagen vorlegen. Erkundigen Sie sich diesbezüglich bei der zuständigen Stelle.

Hinweis: Während der Zeit, in der Sie Notstandshilfe beziehen, sind Sie in der Regel gleichzeitig krankenversichert.

Höhe der Notstandshilfe:
Die genaue Berechnung über die Höhe Ihrer Notstandshilfe nimmt Ihr Betreuer vor. In der Regel beträgt diese zwischen 92 und 95% Grundbetrags des Arbeitslosengeldes.

Siehe auch Sozialhilfe.

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Kategorien: Hilfe / Beratung

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