Abfertigung neu Höhe

19. Mai 2010 – Hilfe / Beratung

Abfertigungsanspruch

Bedingungen für die Auszahlung der Abfertigung

Die neue Regelung für die Abfertigungen gilt für alle privatrechtlichen Dienstverhältnisse die ab dem 1. Jänner 2003 begonnen haben.

1,53%  des Bruttoentgelts (auch von Urlaubs- und Weihnachtsgeld) werden mit dem Sozialversicherungsbeitrag an die Krankenkasse bezahlt. Die Krankenkassen prüft den Betrag und leitet den Betrag an die vom Unternehmen gewählte Mitarbeitervorsorgekassen (MVK) weiter.

Die pro Dienstnehmer einbezahlten Beträge werden in der MVK veranlagt und wachsen kontinuierlich an.
Die Beitragsleistungspflicht seitens des Arbeitgebers beginnt mit dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses, sofern das Arbeitsverhältnis länger als ein Monat dauert.

Im Fall einer längeren Probezeit sind die Beiträge ab dem zweiten Monat nachzuzahlen, wenn das Arbeitsverhältnis während der Probezeit nicht gelöst wird.

Für Zeiten in denen der Dienstnehmer:

  • Wochen- oder Krankengeld bezieht oder seinen Präsenz / Zivildienst leistet besteht die Betragspflicht des Arbeitgebers weiter.
  • Für die Zeit, für welche der Dienstnehmer Kinderbetreuungsgeld bezieht, zahlt der Familienlastenausgleichsfonds die Beiträge.
  • Für die Dauer einer Bildungskarenz zahlt das AMS Abfertigungsbeiträge.

Laut neuem Abfertigungsrecht, das für alle Dienstverhältnisse ab 1. 1.2003 gilt, hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine Abfertigung, unabhängig davon, wie das Arbeitsverhältnis beendet wird also z.B. auch bei Kündigung durch den Arbeitnehmer selbst.

Im neuen System werden die Abfertigungen nicht mehr vom Arbeitgeber ausbezahlt, sondern von den Mitarbeitervorsorgekassen.

Daher besteht ein Anspruch auf Abfertigung gegenüber der MVK des Arbeitgebers und nicht gegenüber dem Arbeitgeber.

Tipp: Bemessungsgrundlage und Abfertigungsbeitrag müssen auf dem Lohnzettel aufscheinen. Das bietet Ihnen die Möglichkeit, die Höhe des Beitrags zu kontrollieren.

Nicht bei jeder Beendigung des Dienstverhältnisses hat auch der Dienstnehmer einen Anspruch auf Auszahlung der Abfertigung.

Der Anspruch auf Auszahlung der Abfertigung verfällt bei:

  • Kündigung durch den Arbeitnehmer
  • Verschuldeter Entlassung
  • Unberechtigter, vorzeitiger Beendigung des Dienstverhältnisses seitens des Dienstnehmers
  • Wenn seit der ersten Beitragszahlung noch keine drei Einzahlungsjahre vergangen sind
  • Wenn seit der letztmaligen Auszahlung der Abfertigung noch keine drei Einzahlungsjahre vergangen sind

In diesen Fällen wird die gesparte Summe der Abfertigung zur Mitarbeitervorsorgekasse des neuen Arbeitgeber mitgenommen.

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Kategorien: Hilfe / Beratung

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