Brustkrebs Vorsorge

22. November 2010 – Gesundheit / Fitness

Mammographie

Was ist eine Mammographie und warum ist diese so wichtig?
Mammographie ist eine radiologisch bildgebende Methode, um die weibliche aber auch männliche Brust darzustellen. Die Mammographie ist  derzeit das einzige verläßliche Verfahren mittels eines  “Screening” (engl. für: Durchleuchten) die Brust zu untersuchen.
Mit Hilfe der Mammographie erkennt man  die Vorstufen von Karzinomen, nämlich die Erkennung, kleinster Verkalkungen , z.B. welche einen Durchmesser von 0,1-0,3 mm haben.
Kein anderes Verfahren hat eine ähnlich gute Detailauflösung.

Zu welchem Zeitpunkt sollte die Mammographie durchgeführt werden?
Die Mammographie sollte unbedingt zyklusabhängig durchgeführt werden, d.h. zwischen dem 6. bis zum 12. Tag nach Beginn der Regelblutung. Zu einem anderen Zeitpunkt sollte man keine Routine-Mammographie durchführen.
Ausnahme: Akuten Abklärung eines verdächtigen Knotens in der Brust.
Die Untersuchung zwischen dem 6. und 12. Tag garantiert, dass die Brust am wenigsten dicht und dadurch eine bestmögliches Untersuchungsergebnis erzielt werden kann. Weiters  ist die Brust ist in diesem Zeitrraum am wenigsten auf den notwendige Druck bei der Untersuchung empfindlich. Es ist entscheidend für die gute Qualität des Bildes ist, dass die Brust während der Untersuchung zusammengedrückt wird. Eine schlecht komprimierte Brust ergibt eine ungenaue Darstellung. Auch die Strahlenbelastung ist bei einer gut komprimierten Brust geringer.

Wie erkennt man als Patient, welcher Radiologe auf Mammographien spezialisiert ist?
Jede Frau sollte darauf bestehen und Ihren Radiologen nach gewissen Kriterien auswählen:

  • Erfahrung des Radiologen – Mindestens 5.000 Mammographien – Begutachtungen
  • Aufnahmetechnik sollte digital sein
  • Fortbildung der radiologischen Assistentin sollte dokumentiert werden
  • Das Mammographiegerät einer täglichen Qualitätskontrolle unterzogen werden
  • Der Facharzt für Radiologie sollte  BURA-zertifiziert sein und einen Nachweis über die fachspezifische Ausbildung vorweisen können
  • Die klinische Untersuchungen wie, Inspektion und Abtasten der Brust, sollen mit  Mammographie und Ultraschall eine Einheit bilden

Die sogenannte Dreifach-Diagnostik ergibt die höchste Genauigkeit in der Beurteilung der Brust.

Zusätzliche Untersuchungsverfahren zur Mammographie sind:

  • Sonographie (Ultraschall)
  • Magnetresonanztomographie (MRT).

Warum zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung der Brust?
Der Ultraschall der Brust ist in geübter Hand eine sehr gute Methode, um die Brust zu beurteilen;z.B. Eine Frau ertastet einen verschiebbaren Knoten, dabei handelt es sich häufig um eine sogenannte Zyste. Diese muß aber von soliden, d.h. z.B. aus gutartigen Bindegewebe bestehenden Knoten unterschieden werden.
Jede Knotenbildung in der Brust sollte zumindest sonographisch untersucht werden.
Durch die Untersuchung mit einer Ultraschallsonde erkennt der Arzt Unterschiede zwischen: flüssigen und soliden, verschieblichen und unverschieblichen, weichen und harten Knoten.
Auch die Lymphknoten in den Achselhöhlen können anschwellen und vergrößert sein, daß muss aber nicht zwangsläufig etwas mit der Brust zu tun haben. Auch hier klärt der Ultraschall sehr rasch ab. Somit ist der Ultraschall jederzeit individuell und komplikationsfrei frei, in jedem Alter der Frau (auch Mädchen, deren Brustentwicklung frühzeitig <9-12 Jahren> beginnt), einsetzbar.
Das Ultraschallgerät hat 3.600 Anschläge

Wann sollte man eine Magnetresonanztomographie (MRT) Untersuchung durchführen lassen?
Die Magnetresonanztomographie ist eine sehr verläßliche dreidimensionale Methode, die allerdings eine begründete Indikation (notwendigen Einsatz) benötigt.

  1. Bereits operierte Frauen, um Narbengewebe von neu aufgetretenen Veränderungen (Verdacht Neubildung eines bösartigen Tumors) zu unterscheiden
  2. Nach Mammograophie und Ultraschall, um weitere Herde in der Brust bzw. auf der anderen Brust zu erkennen
  3. Als Ergänzung unklarer Befunde, um eine sichere Diagnose erstelllen zu können
  4. Patienten, bei denen bereits eine Gewebsentnahme (Biopsie) vorgenommen wurde, deren Histologie ein Karzinom ergeben hat
  5. Falls Implantate eingesetzt wurden – Zur Beurteilung von Kochsalz- oder Silikonaufbau. (z.B. nach Ablatio-Totalentfernung)
  6. Frauen mit ausgeprägter familiärer Brustkrebsanamnese, d.h. Familie, in der es schon öfter Bruskrebs aufgetreten ist

Warum regelmäßige Untersuchungen im Abstand von 1-2 Jahren?
Das Screening reduziert die Sterblichkeitsrate an Brustkrebs um 30-35%. Dies ist durch große internationale Studien, z.B. aus Holland, Schweden, teilweise auch aus England bekannt und gesichert.
Wenn die Qualität der Untersuchung stimmt und die Frauen ca. ab dem 40 Lebensjahr regelmäßig zur Mammographie gehen, hat die Untersuchung eine sehr hohe Verläßlichkeit.
Je früher eine bösartige Veränderung erkannt wird, desto besser sind die Überlebenschancen der Frauen bis zur vollständigen Heilung.

Tun Sie etwas für sich und gehen Sie alle 1 bis 2 Jahren zur Mammographie  – Vorsorge rettet Leben!

Dieser Beitrag wurde uns zur Verfügung gestellt von:

Dr. Leopold Schmidt
Röntgen-Liesing
Tel.: 01/869 02 08-0
Fax: 01/869 02 08-97
E-mail: office@roentgen-liesing.at
Homepage: www.roentgen-liesing.at

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