Trauer: Bücher ab 5 Jahre

6. Februar 2017 – Bücher Tod&Trauer

Kindertrauer Kinderbücher Kindergartenalter

Trauer – Buchtipps Kinder im Kindergarten und Vorschulalter
Bücher wurden von RAINBOWS empfohlen
Mama gibt es einen Katzenhimmel?Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen
Doris Tropper, Leykam 2003
Umgang von Kindern mit Trauer. Hilfreiche Abschiedsrituale. Was und wie können Erwachsene Kinder in ihrer Trauer begleiten.

 

Großvater und ich und die traurige Geschichte mit dem kleinen Kätzchen
Marlee Alex, Benny Alex; Brunnen Verlag 1995
Großvater und ich und die Geschichte mit dem kleinen Kätzchen ist ein explizit christliches Familienbuch zum Thema „Tod“. Maria fährt in ihren Osterferien zu den Großeltern auf´s Land. Sie haben ein in-niges Verhältnis zueinander. Das Mädchen liebt ihren Großvater ganz beson-ders. Sie geht mit ihm ins Schafgehege, hilft beim Tiere füttern, und bekommt das Leben auf dem Bauernhof erklärt. Aus der Bibel lesen die Großeltern ihrer Enkelin auch vor. Als Maria ein Katzenjunges entdeckt und denkt, es schläft, er-klärt Großvater ihr, dass es tot sei. Sie begraben es gemeinsam und Maria fragt, ob der Großvater auch einmal sterben müsse. Er erklärt ihr, dass jeder Mensch einmal sterben wird. Er erklärt ihr die christliche Auferstehungsvorstellung. Nach den Ferien kommt Großvater ins Krankenhaus und stirbt. Von der Beerdigung erzählt ihr die Großmutter später und beantwortet Marias Fragen zum Tod und was danach passiert aus ihrem christlichen Glauben heraus. Ein sehr einfühlsa-mes und empfehlenswertes Familienbuch mit schönen Bildern. Es ist – gemäß dem Anliegen der Autoren – „ein fröhliches Buch, das Fragen stellt und Antwor-ten vom Evangelium her gibt“ ohne dabei Trauer, Schmerz und Tod zu verharm-losen.

 

Du wirst immer bei mir sein
Hermann Inger, Carme Sole Vendrell; Düsseldorf 2003
Pro Seite wechseln sich Schrift und Bild ab, um die Geschichte des fünfjährigen Peter zu erzählen, der seinen Vater bei einem Autounfall verloren hat und den-noch dessen Nähe in seinem Herzen fühlt: “…Da ist er ja. ‘Papa!’ Peter reißt die Augen auf. Nein, sehen kann er ihn nicht. Aber er spürt ihn. Ganz wirklich spürt er ihn….Er macht die Augen wieder zu und bleibt einfach eine Weile so sitzen – neben dem Papa.” Ein Buch, das Hoffnung macht, die Realität des Todes anzu-nehmen.

 

Abschied von Rune
Marit Kaldhol, Wenche Oeyen; Heinrich Ellermann 1987
Abschied nehmen von Rune muss Sara, Runes beste Freundin, denn Rune ist beim gemeinsamen Spiel am Wasser ertrunken. Ein solch einschneidendes, schmerzhaftes Erlebnis ist hier für Kinder von 5-6 Jahren an mit aller Deutlichkeit und dabei doch auch mit aller Behutsamkeit dargestellt…
Das Buch erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis 1988.

 

Die besten Beerdigungen der Welt
Ulf Nilsson, Eva Eriksson; Moritz 2006
Ester, Putte und »ich« gründen an einem langweiligen Tag ein Beerdigungsinsti-tut. Für alle toten Tiere, die sonst keiner beachtet, wollen sie die besten Beerdi-gungen der Welt ausrichten! Mit einer toten Hummel fängt alles an. Ester will sie begraben. Auf einer Lichtung, zu der nur der geheime Pfad der Kinder führt. Es-ter ist fürs Schaufeln zuständig, »ich« für ein Gedicht am Grab und der kleine Putte soll dazu weinen. Aber e i n e Beerdigung ist natürlich nicht genug. Jetzt werden noch mehr tote Tiere gebraucht. Ester greift zum Telefon … Ulf Nilssons Geschichte über dieses ganz ernsthafte Spiel zu Leben und Tod ist so präzise wie humorvoll. Jeder wird sich darin selbst entdecken und dabei unsentimental an den befreienden Umgang mit dem Tod zu Kinderzeiten erinnert. Auf wunder-bar subtile Weise vervollständigen Eva Erikssons atmosphärische Bilder dabei die Geschichte.

 

Paolos Glück – Eine Geschichte zum Weinen
Sandra Luchsinger; Atlantis 2004
Dieses Buch über das Weinen ist ansteckend. Und macht glücklich!
Paolo Piangino ist ein sehr glücklicher Mann. Denn Paolo weint viel. Er kann bei Geschichten mit glücklichem Ende weinen und bei Geschichten mit traurigem Ende. Paolos Tränen sind sein Glück, er lässt seinen Gefühlen freien Lauf. Wenn er traurig ist, trösten ihn seine Tränen, wenn er glücklich ist, machen ihn seine Tränen noch fröhlicher. Fasziniert sehen die Leute in der Stadt eines Ta-ges zu, wie aus Paolos Tränen rote Blumen wachsen. Seine Tränen machen Paolo berühmt. Alle wollen ihn zu sich einladen, alle erhoffen sich ein paar Trä-nen von ihm. Doch Paolo wird der Rummel bald zu viel. Heimlich, still und leise macht er sich davon. Zurück bleiben ein paar Blumen und viele Leute, die vor Traurigkeit bitterlich zu weinen beginnen. – Wer weiß, vielleicht werden aus ihren Tränen eines Tages echte Glückstränen. «Paolos Glück» ist ein augenzwinkern-des, aber entschiedenes Plädoyer für das Weinen und eine ernste Parabel vom leisen Glück inmitten einer hektischen Gesellschaft, die nach mediengerecht in-szenierten Glücks- und Trauergefühlen hechelt. Heiter und melancholisch sind die Bilder, mit denen Sandra Luchsinger Kinder und Erwachsene in eine Welt voll farbiger Stimmungen und schräger Poesie entführt.

 

Hat Opa einen Anzug an?
Amelie Fried, Jacky Gleich; Carl Hanser Verlag, 1997
Bruno mag seinen Opa. Doch jetzt ist Opa fort. Sein Bruder Xaver sagt, er sei auf dem Friedhof. Papa sagt, im Himmel. Beides geht ja wohl nicht. Nein, die Erwachsenen können ihm seine Fragen nicht beantworten. Wer jetzt mit ihm an-geln geht oder warum der Opa ihn einfach alleine lässt? Was Bruno erst wütend macht, verwandelt sich langsam in Trauer und dann ganz allmählich in eine schöne Erinnerung, die immer weniger schmerzt.

 

Abschied von Opa Elefant: Eine Bilderbuchgeschichte über den Tod
Sabel Abdi und Miriam Codes

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Kategorien: Bücher Tod&Trauer

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